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Wille und Neigung - das vierte kosmische Gesetz

über den Unterschied zwischen Gehirn und dem Sein

Vor kurzer Zeit bekam ich in diesem verregneten Herbst 2010 von einem Freund die kosmischen Gesetze und seine Interpretation dazu.
 
Das vierte kosmische Gesetzt lautet:
 
TUE WAS DU WILLST – SOLANGE ES NIEMANDEM SCHADE
 
und die dazu gehörige Interpretation:
 
Wenn Du TUST was DU W I L L S T, nicht das was DU wünschst, oder was deiner Neigung entspricht, so tust Du den Willen Gottes, der uns mit dem FREIEN WILLEN ausstattete!
 
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Diese Sätze brachten mich zum Nachdenken und zum Erkennen folgender Wahrheit.
 
In mir ist ein Wille, etwas zu tun, etwas zu lassen, mich etwas Bestimmtem zu widmen oder anderen Dingen nicht.
 
Und in mir ist eine Neigung, etwas zu tun, etwas zu lassen, mich etwas Bestimmtem zu widmen oder anderen Dingen nicht.
 
Diese beiden Dinge können übereinstimmen, müssen es aber nicht. Oftmals ist es sogar so, dass sie grundverschieden sind. Als Beispiel mag die körperliche Betätigung dienen, hier ist der Wille oft da, seinem Körper etwas Gutes zu tun, aber die Neigung ist eher die, auf dem heimischen Sofa zu bleiben und etwas Anderes zu tun.
 
Wenn ich versuche, zu ergründen, wo Sitz des Willens und Sitz der Neigung ist, so komme ich auf ein höchst interessantes Phänomen: Der Sitz des Willens ist meine Seele, mein Sein, der Sitz der Neigung ist mein Gehirn.
 
Was tut mein Gehirn? Es rät aufgrund von Erlerntem in diesem Leben.
 
Was tut meine Seele? Sie rät aufgrund von Erlerntem aus vielen Leben.
 
Ist mein Gehirn mein Sein, meine Seele und wären damit Neigungen dem Willen gleichzusetzen, wie es so viele Menschen tun? Nein! Mein Gehirn ist ein Organ, welches Informationen speichert und aufgrund dieser Daten wieder Informationen gibt. Nicht mehr und nicht weniger!
 
Und wenn dies so ist, messen wir alle dann nicht unserem Gehirn als Steuerungsinstrument unseres Seins zu viel Bedeutung zu? Es fühlt sich ein wenig so an, als ließe der erfahrene Kapitän seinen Lehrling einen Ölfrachter durch die Korallenbänke steuern. Wäre es nicht sinnvoller, der Kapitän stünde selbst am Ruder – im Übertragenen Sinn, wie ließen unsere Seele, unser Sein steuern?
 
Grundlage vieler Meditationstechniken ist zunächst, einen Zustand zu erreichen, in dem dieses endlose Geplapper im Gehirn aufhört und Stille entsteht. Dies zu üben ist die erste Grundlage einer Meditation – und sie hat einzig zum Ziel, das der Lehrling nicht lauter spricht als der Kapitän (die Seele, Dein Sein).
 
Und so möchte ich Dich heute nur auf diesen kleinen Unterschied aufmerksam machen, Dich bitten, einmal in Dich zu fühlen, ob Dein Lehrling am Ruder steht oder der Kapitän selbst, ob Du Deinen Willen lebst oder Deine Neigung, Dich von Deinem Gehirn steuern lässt oder von Deinem Sein, Deiner Seele, Deiner Intuition. Man könnte auch sechster Sinn dazu sagen...