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Spirituelle Menschen und solche, die es werden wollen

Gedanken über den Weg zum göttlichen Menschen

Ihr Lieben,
 
ich bin seit langem auf dem Weg zu mir selbst, so wie dies jeder ist, mag er nun aktiv daran wirken oder einfach leben und sich keine Gedanken darum machen. Jeder Mensch entwickelt sich weiter, die einen langsamer, die anderen schneller, jeder gerade so wie es für ihn richtig ist. Und jeder bekommt / sucht / erschafft sich das, was er als nächstes zum Lernen, zum Entwickeln braucht. Und so hat alles was ist, seinen Sinn und jeder steht auf seinem Platz richtig. (Egal wie andere darüber denken mögen!) Und so ist jeder auf dem Weg zu seiner eigenen Göttlichkeit.
 
Die Menschen, die aktiv an ihrer eigenen Entwicklung arbeiten, sich dieser bewußt sind, nennt man oft spirituelle, geistige Menschen. Ich machte mir oft Gedanken darum, wie es möglich ist, in sich das Göttliche zu erwecken, zu leben und dennoch Mensch zu sein, mit Menschen in ihrer Sprache zu reden, angemessen mit jedermann umzugehen. Und diese Gedanken entsprangen lange dem Wunsch möglichst göttlich zu sein, möglichst stets im vereinigten Chakra, um so im realen Leben die empfundene Göttlichkeit einfließen zu lassen. Und so strebte ich danach, selbst wenn mir jemand auf die Füße trat, diesem mit Milde zu begegnen oder es nicht an mich heran zu lassen um es nicht mit Energie zu füttern.
 
Das Ergebnis war so eindrucksvoll wie unvorteilhaft. Es führte bei mir dazu, dass ich nicht mehr in der Lage war, auf Angriffe angemessen zu reagieren. Auf Verletzungen meiner Persönlichkeit zu reagieren, Grenzen zu setzen, Dinge die ich nicht mag auch nicht zu tun, sie abzulehnen. Und dies nicht erst drei Monate später, wenn eine Reizschwelle überschritten ist. Es führte dazu, das ich mich mit allem und jedem arrangierte und so keinerlei Bedarf für Handlung mehr war, keine Aktion, Stillstand. Es führte dazu, dass ich nicht ernst genommen wurde, von Menschen, die nicht aktiv an sich arbeiten, die nicht spirituell sind und mit dieser Weichheit umgehen können. Und dies sind immer noch die meisten :-) Ich kam wunderbar mit anderen sogenannten spirituellen Menschen aus, doch mit den normalen Menschen immer weniger.
 
Und dann bekam ich in einem Channeling die Durchsage, dass ich anstreben möge, meine Weichheit, mein männliches Gewahrsein und meine Zuverlässigkeit zu vereinen und dies eine neue Ebene in mir öffnen würde. Ich wußte nicht wirklich und auf Anhieb, wie ich dies zu deuten hatte. Bis ich sehen durfte, was in mir geschehen war und was ich verlernt hatte. Ja, mein Ziel ist es nach wie vor die Göttlichkeit in mir zu leben. Doch im gleichen Maße muss sich die Bodenhaftung, die Erdung im eigentlichen Sinne, die Bodenständigkeit und das Empfinden, mit anderen in deren Sprache umzugehen, entwickeln und dies, Ihr Lieben, fehlt fast allen spirituellen Menschen die ich kenne oder kannte.
 
Und ich gehe noch weiter, die meisten spirituellen Menschen, die ich kenne, haben anscheinend den Sinn dieser ganzen Entwicklung aus den Augen verloren.
 
Es geht um die Entwicklung von Dir selbst. Darum, Dich zu entfalten, altes aufzulösen, Karma zu bereinigen, in die eigene Kraft zu kommen und als hohes Licht im menschlichen Körper zu leben. Dies allein bringt so viel Licht und Energie für andere und Mutter Erde mit sich, dass der Name Lichtbringer mehr als passend ist. Doch ich glaube fest daran, dass der Sinn dieser Entwicklung nicht ist, dass wir durchgeistigt durch die Gegend schweben und uns gegenseitig beweihräuchern und mit dem Rest der Menschen nichts mehr anfangen können.
 
Und im Sinne des Satzes
 
"Jeder steht an der Stelle, an der er ist, richtig und jederman tut ein Werk, welches ein anderer nutzen kann, ob bewußt oder unbewußt."
 
möchte ich Deine Sinne schärfen, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, nicht zu verlernen Mensch zu sein. Ich bin nicht besser als der Nachbar, der nie ein Buch über all diese Dinge gelesen hat. Ich mag anders sein, habe meinen Focus auf anderen Dingen, lebe vielleicht in manchen Dingen bewußt oder gehe anders mit den Dingen um. Mir sind andere Dinge wichtig, als anderen Menschen. Doch ich bin weder besser noch schlechter. Und ich kenne so viele erleuchtete Menschen, die unterschwellig rüberbringen, wie toll sie sind und wie sehr sie über den Dingen stehen. Verstehe mich nicht falsch, auch diese Menschen muss es geben und auch diese können wiederum anderen etwas geben, was diese für ihr Lernen brauchen.
 
Doch prüfe, was Du wünschst. Es gilt, in der Dualität die Göttlichkeit in sich zu finden und Mensch zu bleiben. Es gilt nicht das Ego vollständig aufzulösen, denn dieses benötigen wir teilweise, um hier zu leben und in der Dualität zu sein. Es gilt "nur" die Teile des Egos aufzulösen, die uns nicht mehr dienlich sind. Die Teile, die uns mit Ängsten füttern, Sorgen eingeben, uns beeinflussen in unserem Tun und uns beherrschen möchten.
 
Es bedeutet nicht, die Gesetze, die auf dieser Erde Gültigkeit haben, ausser Acht lassen zu können. Im Gegenteil, es bedeutet, im Sinne des Buddhismus, die Dinge zu erkennen, ihnen auf den Grund zu gehen und in diesem Bewußtsein für sich selbst den besten und sinnvollsten Weg zu finden.