Ein Gedankenflug
aufgenommen am 05.12.2007 (143 Aufrufe)
Wir beginnen unserer Reise an einem Morgen auf einer Bank sitzend auf der Höhe eines Berges.
Unten im Tal, viele hundert Meter weit entfernt, eilen die Menschen zur Arbeit.
Die Sonne trocknet den letzten Morgentau, viele hundert Vogelstimmen begrüßen den Tag.
Du erinnerst Dich, wir waren im Süden von Hannover, gelandet nach einem langen Flug.
Nun gut, es geht weiter, von dort an...
Wir fliegen wieder, in Richtung Norden...
Ein kleines Stück nur, bis in die Leineaue...
wir baden noch einmal vor der Reise, denn sie ist weit....
es gibt dort eine herrliche Ecke, ganz ruhig, Zweige, die bis ins Wasser
reichen...
die Sonne spiegelt sich im Wasser...
und in Deinen Augen...
naß und furchtbar häßlich sitzen wir nun, nebeneinander, warten, daß die Sonne
uns trocknet...
schließen die Augen... Dösend...
eine Entenfamilie schwimmt vorbei...
nat nat nat...
Ein Signal zum Aufbruch!
und fliegen los...
wieder nach Norden... Ganz hoch...
unter uns Hannover...
immer weiter...
unter uns ein schmaler Strich in der Landschaft...
eine Bahnlinie vielleicht...
ab und zu Häuser...
Autos und Menschen, alles ganz klein...
weiter... Immer weiter...
langsam verändert sich unter uns die Landschaft...
keine Felder mehr, nur Wald und Wiesen...
wie sind, Rot von einem Blütenmeer...
soweit das Auge reicht...
weiter... Immer weiter...
wir überfliegen Soltau...
wie eine gemalte Karte liegt die Stadt unter uns...
ein Netz von Straßen durch zieht ein rotes Dächermeer...
alles ganz klein....
wir denken an unsere Kindheit zurück...
an Puppen...
Modellautos...
Sandkasten...
blinzeln uns lustig an...
und weiter... Immer weiter...
mehr nach rechts...
in die Heide hinaus...
die Landschaft wird immer wilder und schöner...
keine Straßen mehr...
keine Autos...
kein Lärm...
wir fliegen tiefer...
unter uns ein leicht hügeliges Land...
unterbrochen von Büschen, Bäumen, Hecken, Wäldern...
rote Blüten überall...
das ganze Land schimmert rose...
wir fliegen dahin...
Den Blick über dieses herrliche Land...
es riecht nach Wachholder...
ein Schäfer mit seinem Herde kommt in Sicht...
am Rande eines kleinen Hügel...
Wir gehen tiefer...
die Schafe blöken...
Wir hören den Hund bellen...
und sonst nichts!
ein kleiner Baum...
inmitten der Herde von Schafen..
die Schafe blöken ...
Wir hören den Hund bellen...
der Schäfer ruft etwas...
und sonst nichts...
nur Natur...
Stille...
die Sonne versinkt hinter den Büschen...
orangerot schickt sie ihren letzten Gruß...
ich schaue mich um...
du blinzelst mich an, als woltest du sagen...
Schön ist es her...
fern der Gedanke, jemals woanders zu sein...
und wir schlafen ein...
und träumen...
aber davon ein anderes Mal...