Kraftorte - Die Irminsul in Irmenseul bei Harbarnsen
aufgenommen am 18.08.2010
Ihr Lieben,
der dritte und letzte Ort, den wir besuchten an diesem Tag, war die Irminsul bei Irmenseul / Harbarnsen. Zunächst ein Auszug aus Wikipedia zum geschichtlichen Hintergrund:
"Eine Irminsul (d. h. „große bzw. gewaltige Säule“) oder auch Irmensäule oder Irmensul, war ein altsächsisches Hauptheiligtum und wird als eine große Holzsäule beschrieben. Möglicherweise handelte es sich auch um mehrere, teilweise auch steinerne Säulen an verschiedenen Orten. Historisch gesicherte Quellen sind nur sehr wenige vorhanden. Die Irminsul symbolisiert nach den Quellen den Weltenbaum der germanischen Mythologie und steht im Zusammenhang mit der Weltesche Yggdrasil aus der Edda und dem immergrünen Kultbaum beim wikingerzeitlichen Tempel von Uppsala.[1]
Die Standorte einer Irminsul sind schwer zu ermitteln, da keine der Säulen bzw. Baumstämme erhalten geblieben ist. Wahrscheinlich befand sich aber eine in der Nähe der Eresburg bei Obermarsberg, wie die Formulierungen in den Annales regni Francorum („Fränkische Reichsannalen“) zum Jahr 772 nahelegen. Als weitere mögliche Standorte gelten u. a. die Externsteine, das Dorf Irmenseul (Gemeinde Harbarnsen), der Desenberg bei Warburg, die Iburg bei Bad Driburg, der Tönsberg bei Oerlinghausen, die Gertrudenkammer (Drudenhöhle) in den Teutoniaklippen bei der Karlsschanze im Eggegebirge zwischen Willebadessen und Borlinghausen, und die Velmerstot am Nordende des Eggegebirges. "
(Quelle: wikipedia.de)
Die Irminsul bei Harbarnsen wurde vermutlich um das Jahr 772 in den sächsischen Kriegen zerstört. Bis heute ziert die Irminsul das Wappen des Ortes Irmenseul und vor einigen Jahren wurde oberhalb des Ortes am alten Standort eine neue Irminsul aufgestellt, umgeben von einem Hain und einigen besonderen Steinen. Gegen den Wiederaufbau hat die Kirche lange Zeit Widerstand geleistet, wie überall muss der alte Mummenschanz dem wahren Glauben weichen ... Doch hier ließen sich die Menschen nicht beirren und hatten Erfolg und schufen einen Ort, der sicherlich im Laufe der Zeit viele Menschen anziehen wird.
Bereits als wir den Hang hinaufgingen, sehen wir besonderes auf dem Weg:

Etwas weiter oben sahen wir sie dann ...

Ein Stein am Eingang des Haines

Die neue Irminsul

Bemerkenswerte Steine sind hierher gebracht worden



und beleben den Hain, umgeben von Bäumen. Ein wunderbarer, kraftvoller Ort, der zum Verweilen einläd und ganz besonders zu den germanischen Festen einläd.

Die da wären:
Imbolc - 2. Februar - Frühlingsanfang, Lichterfest, Austreibung der Dunkelheit
Ostara - 21. März - Frühjahrs-Tag- und Nachtgleiche
Beltane - 30. April - Fruchtbarkeitsfest
Litha - 21. Juni - Sommersonnwende
Lammas - 2. August - Erntedank
Mabon - 21. September - Herbst-Tag- und Nachtgleiche
Samhain - 31.Oktober - Winteranfang
Yule - 21. Dezember - Wintersonnenwende
Vielleicht magst du ja eines dieser ursprünglichen Feste dort feiern?
Licht und Frieden in Deinem Herzen
Elias
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